Sabayon-Installer anaconda ein Problem

Allgemeine Gespräche hinsichtlich Sabayon Linux

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Sabayon-Installer anaconda ein Problem

Postby ManBl » Thu Nov 16, 2017 19:09

Hallo zusammen,

da ich Fedora schon seit sehr langer Zeit kenne, weiß ich um den Installer anaconda und seine Probleme.

Doch hier geht es jetzt um Sabayon-17.11-KDE.

Ich wollte heute einfach ausprobieren, ob eine Installation auf meinem PC möglich ist.

Zum Rechner:
Acer PC
Intel Core i7-2600 Prozessor
NVIDIA-Geforce GT545
8 GB RAM
4 TB Hauptfestplatte und 2 weitere.
USB-3.0

Die 4 TB-Festplatte ist noch relativ neu (mit gpt formatiert), der Rechner schon etliche Jahre alt.

Auf diesem Rechner ist kein Windows (nur in VirtualBox),
sondern hauptsächlich Linux-Distributionen,
u.a. ArchLinux, ArchAnywhere, Gentoo, PCLInuxOS, Mageia und Sabayon.

Da ich weiß, wie schwierig es mit anconda auf meinem Rechner ist,
hat mich das nicht abgehalten, die o.g. iso auf einen 16 GB USB-Stick zu überspielen.

Dann reboot und Start des USB-Sticks.
Im Menu sind 3 Einstellungen möglich:
1. zB Daktivieren von EFI
2. Spracheinstellung deutsch
3. Keyboardeinstellung germany

Sabayon starte geräuschlos (mit CD würde man immer Geräusche wahrnehmen),
lande auf dem Desktop, das Begrüßungsfenster schließe ich, denn zur Installation ist das nicht nötig.

Ganz links oben in der Ecke liegt das Symbol für den Installer anaconda.

Ich klicke es an, anaconda zeigt zuerst die Sprachenseite, dann den Raum,
wo Sprache, Uhrzeit und Netzwerk angezeigt sind, die Installations-Platten mit einem Dreieick,
in dem ein Ausrufezeichen steckt wird darauf hingewiesen, daß diese Stelle noch zu bearbeiten ist
vor der eigentlichen Installation.

Doch eine ganze Weile tut sich nichts, denn es sind immerhin 3 Platten und unzählige Partitionen,
die erst einmal gesucht und eingebunden werden müssen.

Mal habe ich Pech und es passiert gar nichts mehr, mal sehe ich nach Anklicken die Symbole für die Festplatten, ich wähle sda, doch nicht automatische Partitionierung, sonst ist meine Festplatte nicht mehr sicher.
Also klicke ich an, selbst die Partitionen zuzubereiten.
Dann kommz ein Überblick über die auf sda liegenden Installationen,
ich wähle sda14 aus, diese Partition ist gerade leer und knapp 70 GB groß.

Kein lvm, sondern normale Partition, / und formatieren,
FERTIG zweimal anklicken, doch dann erscheint in roter Schrit: Fehler bei der Partitionierung o.ä.

Und genau an diesem Punkt erlebe ich zum wiederholtenmal, daß diese Freiheit der Selbsteinstellung
keine Freiheit bei anaconda ist, sondern nur, wenn man sich an die gegebene Konfiguration hält,
besteht Erfolg, bei mir so:
/boot/efi auf sdb
/home auf sdc
/ auf sda14
Und genau das will ich nicht. Mein home-Verzeichnis liegt auf / und boot ist bei mir sda128, bei gpt-Platten ist das so.

Eine Installation auf meinem PC nach meiner Vorstellung ist also nicht möglich.

Ganz anders auf meinem Notebook von ASUS R512C mit EFi-System.
Dort sind die besten Voraussetzungen für anaconda, was ich schon vor längerer Zeit mit Erfolg getestet habe.

Diese Ausgangs-Situation hat mich auf die Idee mit den tarballs gebracht, was ich in dem anderen Thread genauer beschrieben habe.

Dieser Thread soll nur klar machen, daß anaconda nicht zu meinen Freunden gehört,
das hat nichts mir Sabayon zu tun: Sabayon bevorzuge ich in jedem Fall.

Ich bin sehr gespannt auf calamares, dieser Installer ist mir schon bei anderen Distributionen begegnet
und wesentlich leichter zu bedienen.

Einen Versuch habe ich mit meinem USB-Stick gewagt:
Da calamares bereits in den Sabayon-Repos vorhanden ist,
habe ich es einfach mal installiert, um zu sehen, was passiert.

Leider ist dieser Weg erfolglos geblieben, da calamares noch nicht vollständig mit dem System Sabayon harmoniert, vor allem nicht, wenn dafür ein Live-USB-Stick die Basis bildet.

Umso mehr bin ich gespannt, wie es damit weitergeht.

Trotz aller auch kritischen Anmerkungen zu anaconda wünsche ich allen weiterhin viel Freude mit Sabayon.

Gruß
Manfred
ManBl
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Re: Sabayon-Installer anaconda ein Problem

Postby ManBl » Sun Nov 19, 2017 15:23

Liebe Sabayon-Freunde!

Diese Aussagen über die erfolglose Installation von Sabayon auf meinem PC muss ich heute zurücknehmen.

Etliche Versuche mit USB-Stick und DVD haben nicht geklappt.

Heute habe ich einen anderen Stick genommen (4 GB) und per dd die Sabayon_Linux_17.11-iso darauf übertragen.

Danach reboot, Auswahl der Sprache und der Keyboard-Einstellung und statt efi die normale Art und Weise der Installation und schon bootete der Stick das System relativ zügig.

Dann auf das Installer-Symbol auf dem Desktop (Kde-plasma) und schon tauchen die 4 Felder auf,
in denen es um Standard-Einstellungen geht und die Auswahl des Install-Mediums.

Dieser Vorgang dauert auf meinem Rechner schon ziemlich lange, denn 3 Festplatten mit zahllosen Partitionen wollen schon zusammengetragen werden.

Als es soweit war, und ich das Symbol für die Festplatten angeklickt hatte,
konnte ich problemlos die Partition auswählen, die ich für die Installation vorgesehen hatte.

Und dann der Installationsprozess, Bootloader in den MBR - fertig war alles.

Nach reboot hat der Bootloader allerdings nur diese eine Distribution auf dem Schirm gehabt,
was kein Problem darstellt, weil ich die grub.cfg des alten Bootloaders zT übernehmen kann.

Jetzt laufen erst einmal mehrere hundert Updates, daher kann ich auf meinem Notebook diesen Bericht schreiben.

Fazit:
CD/DVD ist nicht mehr zu empfehlen für meinen PC. USB-Sticks sind schneller.
Der erste Stick, den ich gewählt hatte, muß ein Problem gehabt haben mit dem System,
ich habe es an den Fehlermeldungen beim Reboot gesehen.

Der Stick, den ich heute eingesetzt habe, hat keinerlei Fehlermeldungen gebracht.
Am Erfolg läßt sich ablesen, daß ich genau den richtigen Stick verwendet habe.

Nun ist anaconda zu einem guten Teil rehabilitiert.

So kann ich die Installation von Sabayon nur empfehlen.

Liebe Grüße
Manfred
ManBl
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Re: Sabayon-Installer anaconda ein Problem

Postby ManBl » Thu Nov 23, 2017 15:05

Zum Thema calamares.

Einige Distributionen nutzen diesen Installer bereits.

Ich habe 2 Distributionen auf meinem Rechner getestet:
Manjaro
Kaos
Beide sind Arch-Abkömmlinge.

Dieser Installer ist in vielerlei Hinsicht besser als anaconda.
Die zahlreichen Partitionen werden gefunden und dann angezeigt.
Die gewünschte kann man auswählen und entsprechend konfigurieren.

Erst am Ende, wenn es um den Bootloader geht, Stand bei 98 % habe ich fast eine Stunde gewartet,
doch es hat sich nichts getan. Als ich schließlich abgebrochen habe, hatte ich das Problem,
daß mein Sabayon-Bootloader nicht mehr zur Verfügung stand.

Doch das habe ich leicht und schnell ändern können: USB-Stick mit gentoo-installer,
die Partition von Sabayon gemountet und dann ein chroot-System eingerichtet.
grub2-install /dev/sda
Kurzer Prozess, chroot-Umgebung verlassen, reboot und das Bootmenu von Sabayon ist wieder da.

Anderer Versuch einer Installtion mit calamares auf meinem Notebook mit EFI-System.

Hier war das schon schwieriger bis unmöglich: Ich sollte für die EFI-boot-Partition esp einrichten,
was aber nicht funktioniert hat.

Diesen Versuch mußte ich aufgeben.

Fazit: Auf einem normalen Rechner ist calamares wesentlich umgänglicher als anaconda.
Auf einem Notebook nur mit Einschränkungen zu empfehlen.

Gruß
Manfred
ManBl
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