@ Nighthawk
Jeder Fork, auch eine minimal version, ist kein typisches Sabayon mehr. Sabayon ist mit den USE flags und seinen Konfigurationen auf seine Größe angepasst. Es wäre ein großer Aufwand alle USE flags für ein minimal System zu setzen und das noch zusätzlich zu pflegen. Ich empfehle dafür, wenn der Benutzer sowieso Gentoo-Funktionen verwenden möchte und auf Minimalismus wert legt, eine Gentoo Installation und eine zwischengespeicherte Version der von Sabayon angelegten Konfiguration bei Live boot (/etc, ...)
Außerdem ist die CD-Version schon eine minimal-Version. Und man kann im übrigen die Gentoo Installation auch nach der Installation eines Stage4, also z.B. der Sabayon Installation, erneut ausführen und so sein System anpassen und schrumpfen. Dazu muss man lediglich die world Datei in /var/lib/portage löschen und nochmals alles mit eigenen Flags neu installieren.
@ john_doe
Ich denke du hast einen grundsätzlichen Sachverhalt übersehen: Es gibt verschieden Arten von Benutzer. Zumindest würde ich hier den einfachen Desktop-Benutzer, der kein technisches Interesse über einfache GUI-Anwendungen hinaus hat, und den Tüftler, der immer wieder Lust hat sich mit seinem System herumzuschlagen, unterscheiden.
Ersterer ist genau die Zielgruppe von Sabayon. Sabayon ist zwar technisch gesehen Gentoo und kann auch von erfahrenen Benutzern so verwendet werden, ist aber nicht mit derselben Ausrichtung entwickelt. Es ist eine reine Desktop-Distributionen mit allem Drum und Dran, das man sich so wünschen kann.
Für Techniktüftler ist Gentoo hervorragend geeignet. Fragt man sich aber nach einiger Zeit Gentoobenutzung, ob es nun wieder notwendig war den Sonntag über irgendwelche trivialen Konfigurationsprobleme nach einem Update zu suchen, dann denke ich ist es sehr viel angenehmer Sabayon zu verwenden und an den Stellen an denen man Sabayon wirklich weiter bringen kann am Projekt mitzuarbeiten anstatt alles grob nachkonfigurieren zu müssen und seine eigene Gentoo-Distro zu pflegen. Sich in Gentoo hineinzuarbeiten ist aber sicher sinnvoll, wenn man a) Linux kennenlernen möchte oder b) ganz eigene Vorstellungen hat.
Sabayon versucht aber genau diese Notwendigkeit der Tüftelei zu verhindern und es sollte eben nicht notwendig sein sich in Gentoo einzuarbeiten um Sabayon verwenden zu können.
Gruß,
whilo

