Jesterhead wrote:Sabayon läuft out of the box, sprich man kann in Gentoo einsteigen ohne sich erst ins Setup einzuarbeiten.
Daher ist es schon zu empfehlen.
Sehe ich anders.Bei Gentoo ist man gezwungen sich von Grund auf damit zu befassen.Ich weiß nicht wie oft ich vor der Installation das Handbuch gelesen habe.Vieles wird einem während der Installation klar und es war ein wahres Glücksgefühl als nach dem Reboot der Root-Prompt zu sehen war.
Bei Sabayon ist es anders.Man bekommt in ca.15 min ein komplett eingerichtetes System mit allem Schnickschnack.Aber bei der Administration fängt dann das große Schulterzucken an weil einfach die Basics fehlen und es erst auffällt wenn es irgendwo klemmt.Es gibt reichlich Posts in diesem Forum die es beweisen.
Bei einer nativen Gentoo-Installation ist währenddessen schon der Einsatz von emerge notwendig so dass dort keine großen Unsicherheiten mehr herrschen.
Ich glaube eher dass Sabayon mehr für erfahrene Gentoo-User geeignet ist,welche mal eben schnell ein gentoo-basiertes System aufsetzen wollen.Denn die Konfiguration ist ziemlich konfus und nicht so ohne weiteres nachzuvollziehen,siehe /etc/portage/package.use{mask,unmask}.Die /etc/make.conf muß erst entrümpelt werden.
Ich weiß aber dass es genau anders herum ist.Das Eyecandy ist sehr verlockend,die Installation schnell gemacht und was kümmert mich das System und die Basics.Es läuft alles und es gibt auch noch Kuroo.
Wer bereit ist sich intensiv mit Gentoo zu befassen wird irgendwann mit Sabayon klar kommen.Ich empfinde den anderen Weg über das native Gentoo angenehmer,da ich entscheide wie das System konfiguriert ist und was installiert wird.Probleme kann ich einfacher nachvollziehen und beheben.
Wer schnell ein wunderschönes Linux mit den neuesten Features haben möchte ist bei Sabayon sehr gut bedient.Wer sich mit Gentoo noch nicht sicher ist kann es einfach so lassen und beim nächsten Release einfach updaten.Dann wird er eine Menge Spass dran haben.